Release Update 3.68.0.0: BLUCom – Januar 2026
Vor Durchführung des Updates bitte folgendes beachten!
Planen Sie die Durchführung des Updates so ein, dass Sie unsere Hotline erreichen können, falls sich Fragen oder Probleme ergeben!
Die Hotline-Zeiten sind an Werktagen:
Mo.-Do. 8.00 bis 18.00 Uhr, Fr. 8.00 bis 17.00 Uhr.
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Release-Information – Umstellung Landgard Herongen (SAP) – Phase 1
Landgard stellt den C&C-Markt Herongen auf eine neue SAP-Systemlandschaft um.
Phase 1 startet am Montag, 26.01.2026.
Die Umstellung betrifft zunächst ausschließlich Herongen. Weitere Märkte folgen im Laufe des Jahres, mit dem Ziel, bis Ende 2026 alle C&C-Standorte von der bisherigen AS400-Systemwelt abzulösen. Herongen dient dabei als Pilotmarkt.
Voraussetzung für Anlieferer:
BLUCom Version 3.68.0.0 oder höher.
Sollten Sie ab dem 26.01 nicht diese Version einsetzen, führt dies in der Anlieferung und Abrechnung Ihrer Ware zu erheblichen Problemen und Verzögerungen. Das Update muss daher vor dem Stichtag installiert werden.
Wesentliche Prozessänderungen für Anlieferer
- Aufträge werden künftig durch den Markt erfasst
Der bisherige Prozess, bei dem der Anlieferer komplette C&C-Aufträge selbst erfasst hat, entfällt für Herongen.
Der Ablauf gestaltet sich künftig wie folgt:
- Der Anlieferer stimmt wie bisher vorab die Liefermengen und Artikel mit dem Markt ab.
- Anschließend erfasst der Disponent die Bestellung im SAP-System.
Die Bestellung enthält unter anderem:
- SAP-Materialnummern
- Artikel und Mengen
- Liefertermin
Vorbereitungen auf Anlieferer Seite
Damit die Umstellung möglichst reibungslos funktioniert, sollten Anlieferer vorab ihren Artikelstamm und ihre Zuordnungen prüfen.
Für die Verarbeitung müssen Artikel eindeutig identifiziert werden.
Es wird empfohlen, dass Anlieferer ihre Artikel möglichst vorab mit einer passenden SAP-Materialnummer hinterlegen.
Die Zuordnungslogik in BLUCom funktioniert wie folgt:
- vorhandene direkte Artikelverbindung wird verwendet
- ansonsten wird die im Artikelstamm hinterlegte SAP-Materialnummer genutzt
- bei fehlender Zuordnung muss der Artikel im Auftrag manuell zugeordnet werden
BLUCom legt in diesem Fall automatisch eine Verbindung an, sodass bei zukünftigen Bestellungen keine erneute Zuordnung erforderlich ist.
Vorbereitungsmaßnahmen im Markt
Vor der Umstellung wird der Warenbestand im Markt neu etikettiert.
Dabei werden die bisherigen Partie-Nummern-Etiketten entfernt und durch Chargen-Nummern-Etiketten ersetzt.
Folge für BLUCom:
Die automatische Artikelzuordnung in statistischen Auswertungen entfällt vorübergehend.
Zuordnungen müssen in der Abrechnungskontrolle manuell vorgenommen werden.
Auftragsverarbeitung
- Auftragseingang und Bearbeitung in BLUCom
Die vom Disponenten erfasste Bestellung wird automatisch in BLUCom bereitgestellt und erscheint im Auftragsboard mit dem Status „Eingang“.
Der Anlieferer kann wie bisher:
- zusagen oder
- absagen (Absagen werden an Landgard übermittelt)
Je nach Vorgang kann der Anlieferer bestimmte Werte anpassen, zum Beispiel:
- Preis
- Verpackungsnummer
- Beladungsdaten
- weitere Felder
Nicht änderbar sind unter anderem:
- Liefertermin
- Chargen-Nummer
Die Chargen-Nummer ersetzt die bisherige Partie-Nummer.
Die Partie-Nummer hatte maximal 6 Stellen, die Chargen-Nummer umfasst 10 Stellen.
Das Anfordern von Partie-Nummern entfällt künftig. Diese Änderung betrifft in Phase 1 ausschließlich den Markt Herongen.
RV-Tickets
RV-Tickets werden künftig direkt mit der Warenbestellung verknüpft.
Wichtige Punkte für Anlieferer:
- der Disponent legt fest, ob die Bestellung über den Rundverkehr läuft
- das RV-Ticket wird automatisch der Bestellung zugeordnet
- es kann keiner anderen Bestellung zugewiesen werden
- die Anzahl der Container darf nicht größer sein als im Ticket hinterlegt
- Lieferscheine über einen RV-Knotenpunkt dürfen nicht mit anderen Lieferscheinen zusammengeführt werden, auch nicht bei identischem Knotenpunkt
Der Abruf der RV-Tickets in BLUCom bleibt unverändert.
Etiketten und Lieferschein
Nach Annahme der Bestellung erfolgt der Ablauf für den Anlieferer weitgehend wie gewohnt:
- Kommissionierung
- Container packen
- Etikettendruck
- Lieferschein erzeugen
Anpassungen im Zusammenhang mit der Umstellung:
- das Etikettenlayout wurde erweitert, um die Chargen-Nummer vollständig abzubilden
- der Barcode wurde angepasst
- das Lieferscheinlayout wurde leicht überarbeitet
- Einschränkungen und Prozessgrenzen in Phase 1
In Phase 1 werden nicht alle bisherigen C&C-Vorgänge unterstützt.
Nicht verfügbar:
- Abholung durch Kunden im Markt (ehemals SBE 2)
Weiterhin möglich, jedoch mit veränderten Abläufen:
- C&C über Vertrieb (ehemals SBE 11)
Dieser Vorgang wird über die Vertriebswege Herongen-FH oder Lüllingen-VT abgewickelt.
Der zugehörige Auftrag wird vollständig durch den Disponenten erfasst. Für den Anlieferer entfällt in diesem Szenario die eigene Auftragserfassung.
Webshop-bezogene Vorgänge, die bisher über den Markt Herongen abgewickelt wurden, sind in Phase 1 nicht abgebildet.
In diesen Fällen muss der Disponent telefonisch informiert werden, damit er den Auftrag erfassen kann.
Als Unterstützung kann die Auftragsbestätigung aus BLUCom genutzt werden, um die Datenübermittlung zu vereinfachen.
Allgemeine Release-Informationen
Fakturierung
- ZUGFeRD
Erweiterung des Datensatzes um relevante Felder wie:- USt-ID des Kunden
- Debitoren-Nr. beim Kunden
- Bankverbindung des Verkäufers
- sowie zusätzliche technische Segmente des Standards
- KD-Angebot
Im Kundenangebot kann nun der Verkäufer angegeben werden.
Der Verkäufer wird automatisch anhand der Windows-Anmeldung vorgeschlagen und kann bei Bedarf auf dem Ausdruck ausgegeben werden. - Zahlungseingänge (Bar/TSE)
Bei Nutzung einer TSE ist es nun möglich, über einen Zahlungseingang in bar oder per Scheck mehrere Belege auszubuchen.
Die rechtliche Vorgabe bleibt bestehen, dass pro Quittung nur eine Rechnung ausgeglichen werden darf.
Der Arbeitsablauf bei der Abwicklung wurde deutlich verbessert. - Liefersperre
Die Liefersperren-Funktion im Modus „Warnung“ bzw. „direkte Sperrung“ ist nun sowohl in der Fakturierung als auch im Auftragsboard gleichwertig verfügbar. - BLUOffice App
Die Zahlungsart kann in der App aus dem BLUCom-Kundenstamm vorbelegt werden.
Die zuvor unterschiedlichen Stammdatenlogiken der mobilen Fakturierung und der neuen Fakturierung wurden vereinheitlicht.
Fehlerbehebungen
Auftragsboard
- Auftragsbestätigung
Anhänge aus dem Artikelstamm wurden teilweise unvollständig oder ohne Dateiendung versendet.
Das Verhalten wurde korrigiert.
VRM-Anbindung
Es wurden mehrere Detailkorrekturen vorgenommen:
- Trim-Verhalten erweitert
Zusätzliche Leerzeichen vor, zwischen oder nach der Artikelnummer oder Artikelbezeichnung werden nun bei der Übermittlung automatisch entfernt. - Default-Lieferort VRM
Hat der Kunde im KlokService keinen eigenen Lieferort hinterlegt, wird der Default-Lieferort der VRM vorgeschlagen, damit der Anlieferprozess fortgesetzt werden kann. - Lieferort Webshop-Anbindung
Gleiches Verhalten bei Bestellungen aus dem Webshop über KlokService: auch hier wird der VRM-Lieferort vorgeschlagen, sofern beim Kunden keiner hinterlegt ist. - Verbesserte Fehlermeldungen
Die Fehlerursachen sowie deren mögliche Behebung sind nun klarer aus den Meldungen erkennbar.
Fakturierung
- Belegausgabe (Mail/physischer Ausdruck)
Das Ausdruckverhalten der neuen Fakturierung wurde grundlegend überarbeitet, um den hinterlegten Einstellungen des Anwenders besser zu entsprechen und ungewollte Ausdrucke zu vermeiden.
Die wesentlichen Änderungen:- Modus ohne Abschlussseite:
Wenn weder beim Kunden noch in den globalen Einstellungen eine Ausgabe (Druck/Mail) vorgesehen ist, erfolgt künftig kein automatischer Ausdruck mehr. - Modus mit Abschlussseite:
Bei aktiver Abschlussseite ist die Option „Drucken“ nicht mehr vorbelegt.
Der Anwender kann den Ausdruck bei Bedarf bewusst manuell auslösen. - Vorbelegung abhängig von Druckkonfigurationen:
Die Vorbelegung des Druckschalters richtet sich jetzt konsistent nach den Druckeinstellungen der jeweiligen Belegarten (Auftrag, Lieferschein, Rechnung).
- Modus ohne Abschlussseite:
LS-Erstellungszeit
In der neuen Fakturierung wurde ein Problem behoben, bei dem die Erstellungszeit von Lieferscheinen teilweise nicht angezeigt wurde.
Hinweis:
Bereits vorhandene Lieferscheine (Bestandsbelege) bleiben unverändert und zeigen weiterhin keine Erstellungsuhrzeit an.
Die Korrektur wirkt nur für neu generierte Lieferscheine.









